
Gedenktag der verstorbenen Drogenabhängigen am 21. Juli
2150 Menschen verstarben in 2025 in Deutschland an Überdosierungen und anderen Folgen des Konsums von illegalisierten Substanzen.
Besonders alarmierend; immer mehr junge Menschen sterben. Diese Todesfälle sind vermeidbar. Die wachsende Verbreitung von Crack sowie synthetischen Opioiden und unberechenbare Wirkstoffgehalte verschärfen die Lage.
Doch es gibt konkrete, sofort umsetzbare und wissenschaftlich belegte Lösungen.
Diese 5 Maßnahmen können Leben retten und die Zahl drogenbedingter Todesfälle nachweislich reduzieren.
- Kommunale Frühwarnsysteme stärken
Trends und gefährliche Entwicklungen müssen früh erkannt werden, um rechtzeitig reagieren zu können. - Drugchecking flächendeckend ermöglichen
Nur wer weiß, was die konsumierte Droge enthält, kann Risiken einschätzen und tödliche Überdosierungen vermeiden. - Drogenkonsumräume ausbauen
Sie verhindern Infektionen, ermöglichen medizinische Hilfe im Notfall und schaffen sichere Konsumbedingungen sowie Zugang zu Beratung. - Naloxon verfügbar machen
Dieses Notfallmedikament kann die Folge einer Opioidüberdosierung wirksam abwenden. Dafür braucht es einen niedrigschwelligen Zugang und geschulte Ersthelfer*innen. - Opioidsubstitutionstherapie ausbauen
Sie verbessert die gesundheitliche Stabilität, reduziert Risiken des Konsums und eröffnet Perspektiven für ein stabileres Leben.
„Aus medizinischer Sicht wissen wir, dass viele drogenbedingten Todesfälle vermeidbar sind. Entscheidend ist deshalb, Risiken frühzeitig reduzieren und Menschen gerade in besonders vulnerablen Konsumphasen zuverlässig zu erreichen. Harm -Reduction- Maßnahmen schaffen Schutz, verhindern Todesfälle und eröffnen zugleich Zugänge zu Beratung und langfristiger Stabilisierung.“
Maurice Cabanis, Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Suchtmedizin
